Fußbodenkühlung -temperierung

 

Allgemeine Informationen: (Diese dienen nicht als Ersatz für eine Fachplanung/Bauphysik!)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zu Ihrer Information ist ein Auszug meines Vortrages über mögliche Problematiken bei "Fußbodenkühlung und Holzböden" beigefügt. Diesen Vortrag habe ich erstmals am 16.11.2018 auf der BEB -Sachverständigentagung gehalten.

 

Dies ist einer der ersten Vorträge überhaupt, der sich mit Fußbodenkühlung und mit quellempfindlichen Materialien (Holz usw.) beschäftigt.

Den anwesenden Verbänden (Heizung und Kühlung, Estrichleger, Fachplaner) wurde erst bei dieser Tagung bewusst, welche Probleme mit quellempfindlichen Materialien wie Kork, Parkett, Wolle bestehen, wenn die Luftfeuchte nicht über Lüftungsanlage geregelt wird (Entfeuchtung), und gleichzeitig die Luft im Raum abgekühlt wird. Vielen Fachleuten war nicht klar, dass nicht "nur" der Taupunkt ein Problem darstellt.

 

Längerfristige Luftfeuchten über 65 % jedoch lassen das Holz stark quellen, die Holzellen werden plastisch verformt und die einzelnen Elemente bekommen nicht nur in der Heizperiode, sondern ggf. dauerhaft sehr große Fugen und Schüsselungen (Querkrümmungen).

 

Wenn die Holzfeuchte längerfristig über 12 % steigt, dann sind mögliche Aufwölbungen/Ablösungen des Parketts vom Untergrund die Folge.

 

Hier ein Link zu unserem Holzfeuchterechner  www.faktum.eu

Dort können Sie der Klimawerte eingeben, sowie die Werte der Kühlung, dann errechnet der Holzfeuchterechner direkt die sich einstellende Holzfeuchte!!


https://faktum.eu/hfr_mobil.html

 
Wir weisen darauf hin, dass wir als Auftragnehmer keinen Einfluss auf das Raumklima in der Nutzungszeit haben. Für einen dauerhaften schadensfreien Parkettboden ist eine bauseitige fachgerechte Planung und Ausführung der Fußbodenkühlung, ggf. mit Luftentfeuchtung, zwingend notwendig.

 

Raumklima laut DIN 18356 Parkettarbeiten:

Weil Holz hygroskopisch ist, muss es sich mit seiner Feuchte immer der umgebenden Raumklima bzw. Luftfeuchte anpassen, dabei ändert es dann ständig sein Volumen. Wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, steigt auch die Holzfeuchte; das Holz quillt! Wenn die Luftfeuchtigkeit abnimmt, nimmt auch die Holzfeuchte ab; das Holz schwindet! Diese ständigen Volumenveränderungen sind materialspezifisch und werden als das "natürliche Arbeiten des Holzes" bezeichnet! Um dieses "Arbeiten des Holzes" nun zu unterbinden bzw. zu mindern, wird eine durchschnittliche Lufttemperatur von 20 Grad C. und eine rel. Luftfeuchtigkeit von 40 - 60% empfohlen! Buche, Esche und Ahorn gelten als nervöse Holzarten, d.h. hier ist Allgemeinen mit einer erhöhten Fugenbildung in der Heizperiode zu rechnen! Eine Fußbodenheizung unterstützt die Neigung zur Fugenbildung; die Oberflächentemperatur darf 29 Grad C. nicht übersteigen!

Luftbefeuchtung: Um im Jahresmittel ein ausgeglichenes Raumklima zu erreichen, sind insbesondere in der Heizperiode u.U. geeignete Luftbefeuchter einzusetzen, die nebenbei noch für ein gesünderes Raumklima sorgen! Wir empfehlen Ihnen Luftwäscher-/befeuchter von Venta, die wir in unserem Sortiment für Sie führen.

 

(Diese Informationen dienen nicht als Ersatz für eine zwingend notwendige bauseitige Fachplanung. Gewährleistungsansprüche oder Schadensersatz können aus diesen Informationen, auch aus den Informationen der jeweiligen Verlinkungen), nicht abgeleitet werden; insbesondere Artikel/Bericht BWD - 10 Gebote.)


Holz auf gekühlten Fußbodenkonstruktionen

Holz auf gekühlten Fußbodenkonstruktionen

 

Die 10 Gebote

von ö.b.v SV Manfred Weber und Prof. Dr. Andreas Rapp- Bericht in der Fachzeitschrift Boden Wand Decke 02.04.2019